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DHB-Pokal: Erstligaspitzenreiter und Rekordtitelträger verpassen OLYMP Final4

Die Teilnehmer am OLYMP Final4 um den DHB-Pokal stehen fest. Der VfL Oldenburg, die TuS Metzingen, die HSG Bad Wildungen Vipers und die SG BBM Bietigheim kämpfen am 19./20. Mai 2018 in der Stuttgarter Porsche-Arena den Titel aus. 

"Man hat gesehen, dass die letzten drei Spiele nicht spurlos an uns vorbeigegangen sind. Nach und nach konnten wir uns aber steigern und Mitte der zweiten Halbzeit auch den Unterschied zwischen erster und zweiter Liga hervorheben. Da ließen auch die Kräfte von Rosengarten etwas nach. Zunächst haben wir mit weniger Tempo begonnen als wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Das haben wir in der Pause nochmal besprochen und dann lief der Ball auch besser", freute sich Oldenburgs Trainer Niels Bötel nach dem 30:24-Auswärtserfolg bei Zweitligaspitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten.

Hauchdünn ging es im Schwaben-Derby in Ostfildern zu, wo der TV Nellingen hauchdünn eine Pokalsensation verpasste und sich der TuS Metzingen mit 22:23 geschlagen geben musste. "Am Ende haben Kleinigkeiten für uns entschieden. Wenn man die Schlussphase sieht, hätte auch Nellingen ins OLYMP Final4 einziehen können. Wir haben die meiste Zeit vom Spiel über geführt und das war vielleicht am Ende auch unser Vorteil", so Metzingens Coach René Hamann-Boeriths nach der Partie. "Hätten wir den letzten Wurf von Rechtsaußen verworfen und Nellingen hätte ein schnelles Tor gemacht, dann hätte es unentschieden gestanden. Das war ein richtiges Pokalspiel, wo alles passieren konnte und ich wusste, dass es ganz schwierig wird."

"Für uns wurde ein Traum zerstört. Wir wussten um die Situation von Metzingen, dass sie nicht mit so breiter Brust ankommen. Wir wussten aber auch um ihre Qualitäten, dass sie eine Spitzenmannschaft sind. Der Herausforderung haben wir uns gestellt, wir haben die Chance gewittert, wir haben lange davon geträumt und am Ende sind die Träume zerstört worden", so Hornets-Coach Pascal Morgant. Geschäftsführer Bernd Aichele erklärte: "Wir waren so nah dran und die Mädels haben alles gegeben. Leider ist uns der große Coup, ins OLYMP Final4 einzuziehen, nicht gelungen."

Diese Überraschung gelang hingegen der HSG Bad Wildungen Vipers, die Rekordtitelträger Bayer Leverkusen ausschaltete. "Wir haben heute alles versucht, aber während wir mit der Deckungsleistung zufrieden sein können, war unsere Angriffsleistung eine Katastrophe", musste Leverkusens Cheftrainerin Renate Wolf nach der 19:21-Niederlage vor heimischer Kulisse einräumen. "Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen und wird auch in den entscheidenden Phasen cleverer. Klar, die letzten Minuten waren noch sehr spannend, aber der Sieg war nicht gefährdet. Danach haben wir noch ausgiebig gefeiert. Das hat sich mein Team einfach verdient gehabt", freute sich Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer.

Im Spitzenspiel des Viertelfinals musste sich Erstligaspitzenreiter Thüringer HC in eigener Halle dem Deutschen Meister SG BBM Bietigheim mit 26:31 (11:13) geschlagen geben. "Wir haben leider die erste Halbzeit verschlafen und hatten dann zu viele Pfostenwürfe. Auch fehlte heute die Durchschlagskraft und gerade in der zweiten Halbzeit war die Abwehr zu harmlos", so THC-Trainer Herbert Müller für den vor allem der zweite Spielabschnitt "enttäuschend" war. BBM-Trainer Martin Albertsen betonte: "Ich bin heute super zufrieden, welchen Charakter meine Mannschaft gezeigt hat nach den vergangenen Niederlagen in der Bundesliga. Sie haben sich großartig zum Sieg gekämpft. Wir haben heute mit guter Ausstrahlung und hoher Cleverness gespielt. Wir hatten zudem eine gute Kontrolle über das komplette Spiel und eine starke Abwehr- und Torhüterleistung."

(PM - Handball Bundesliga Frauen)

 

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