»News»VfL Gummersbach – SG Flensburg-Handewitt 27:24 (15:12)

VfL Gummersbach – SG Flensburg-Handewitt 27:24 (15:12)

Es wird ein schweres Spiel, das wusste Trainer Sead Hasanefendic schon vor der Partie gegen die SG Flensburg-Handewitt in der Kölner LANXESS arena. Dass es allerdings schon schwer wird, überhaupt in die Domstadt zu kommen, damit hatte der Trainer nicht gerechnet. Der plötzlich einsetzende Schneefall führte auf der A 4 zu einem Chaos, liegen gebliebene Lkws machten die Autobahn fast unpassierbar. Der Mannschaftsbus kam zwar durch, traf jedoch mit deutlicher Verspätung in der Arena an.

Trotz der extremen Anfahrt waren den VfL-Spielern keinerlei Anlaufschwierigkeiten anzumerken. Das Team präsentierte sich von Anfang an hellwach und konzentriert. Die Offensive war gewohnt stark und wenn die Flensburger sich einmal durchsetzten, war da immer noch Goran Stojanovic, der erneut seine starke Form demonstrierte. Die Folge des starken Beginns: Nach einer Viertelstunde führte der VfL mit 9:6.

Hasanefendic begann übrigens mit einer Änderung im Vergleich zum Nordhorn-Spiel: Der nach seiner Achillessehnenreizung wieder einsatzfähige Adrian Wagner spielte auf der linken Außenposition, dafür blieb Audrey Tuzolana auf der Bank.

Nach den ersten fünfzehn Minuten genehmigten sich die Oberbergischen eine kurze Schwächephase. Momir Ilic traf nur die Latte, Alexis Alvanos blieb mit seinem Sprungwurf im Block hängen – mit der Folge, dass die Norddeutschen in der 19. Spielminute zum 10:10 ausgleichen konnten. Doch die Blau-Weißen zeigten Moral und kämpften sich aus dem kleinen Leistungsloch wieder heraus: Die Angreifer trafen wieder, Stojanovic entschärfte kurz hintereinander gleich zwei Siebenmeter. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war Robbi Gunnarsson mit einem Doppelpack zur Stelle – mit 15:12 für Gummersbach wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Hälfte fing für den VfL gut an: Adrian Wagner traf in Unterzahl. Auch danach blieben die Oberbergischen konzentriert und ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Momo Ilic in der 34. Minute mit einem Siebenmeter scheiterte. Nach Toren von Ilic und Alvanos hatte der VfL in der 37. Minute erstmals fünf Tore Vorsprung (17:12). Flensburg erhöhte nun den Druck. Während der VfL zweimal nur den Pfosten traf, netzten die Gäste ein: Nach einer Dreiviertelstunde verkürzte Flensburg auf 20:18. Doch der VfL hielt dem Druck stand, der Vorsprung wurde sogar noch ausgebaut. In der 48. Minute traf Kapitän Ilic mit seinem achten Treffer zum 22:19.

Doch Flensburg kam wieder ran: Nach 51. Minuten war der Gummersbacher-Vorsprung auf ein Tor zusammengeschmolzen. Dann traf der VfL-Neuzugang Jörg Lützenberger: 23:21 und Stojanovic zeigte erneut eine wichtige Parade. Wird der Vorsprung diesmal reichen? Flensburgs Trainer Per Carlen nahm in der 56. Minute eine Auszeit, doch auch dieser taktische Kniff half den Gästen nicht mehr. Adrian Wagner traf in der 59.Minute gleich doppelt: Die Gummersbacher Fans unter den 5120 Zuschauern in der Arena konnten nach dem Schlusspfiff des Schiriduos Holger Fleisch und Jürgen Rieber jubeln: Der VfL gewann das Spiel gegen die SG hoch verdient mit 27:24.

Stimmen zum Spiel:
Per Carlen:
Wir haben nicht mit der letzten Kraft gespielt und hatten es auch schwer durch die frühe Verletzung von Mamelund. Das war sehr tragisch. Meine Mannschaft hat das ganze Spiel gekämpft, aber es hat nicht gereicht.

Sead Hasanefendic: Das war ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft zu genau dem richtigen Moment. Ich schätze Flensburg, daher bin ich sehr froh über unsere Leistung. Wir haben die WM-Pause sehr gut genutzt und hatten eine gute Vorbereitung. Das hat man schon gegen Nordhorn gesehen und heute haben wir uns heute noch gesteigert. Mir war heute klar, dass alles stimmen muss, um solch einen starken Gegner zu schlagen. Flensburg liegt uns, weil sie eine spielerische Mannschaft sind. Ich will keinen meiner Spieler hervorheben, ich bin mit allen zufrieden. Wir kamen aus dem Stau und dem Schnee, das hat gut geklappt, vielleicht wiederholen wir das für das Spiel gegen Magdeburg.

Zouzou Houlet: Das EHF-Pokalspiel ist für uns sehr wichtig, Magdeburg ist ein schwerer Gegner, aber ich rechne mit einer vollen Eugen-Haas-Halle und großer Unterstützung durch das Publikum. Da ist alles möglich.

Tore: Wagner (4), Vukovic (3), Ilic (7), Lützelberger (1), Gunnarsson (4), Alvanos (4), Zrnic (4); Stojanovic: 13 Paraden/35 %; Siebenmeter:5/2

(Holger Klein)

 

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