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Liga mit zwei Überraschungen, Optimismus im Europapokal

In der Frauen Bundesliga kam es am Samstag nur zu zwei Begegnungen, ProVital Blomberg-Lippe empfing den 1.FC Nürnberg Handball und der FHC Frankfurt Oder hatte BVB Dortmund Handball zu Gast. Während sich Blomberg und Nürnberg die Punkte teilten, unterlag Frankfurt beim BVB, der nun wieder etwas Hoffnung hat. Der Rest der Liga tummelte sich im Europacup, Oldenburg, Leverkusen und der Thüringer HC schafften dabei allesamt Hinspielsiege, nur der HC Leipzig musste sich gegen Baia Mare geschlagen geben. Generell herrscht aber nach den Hinspielen bei allen deutschen Teilnehmern Optimismus.

Aufgrund der europäischen Verpflichtungen in der Liga standen am Mittwoch bereits drei Partien auf dem Programm. Der Thüringer HC konnte seine Siegesserie nicht ausbauen, der Vorletzte unterlag dem BSV Buxtehude, der sich nach dem 26:25 endgültig gesichert hat. Mit 31:24 war der HC Leipzig klar erfolgreich gegenüber der DJK/MJC Trier, Leverkusen behielt mit 24:21 die Oberhand gegenüber Oldenburg.

Der Frankfurter HC musste am Samstagabend eine überraschende 26:29 (14:14)-Niederlage in Dortmund hinnehmen und verlor dadurch Boden auf die Play-off Plätze. Frankfurt dominierte die Anfangsphase und ging mit 8:5 in Front. Aber die Gastgeberinnen kämpften zurück und glichen noch vor der Pause aus. Während FHC-Trainer Dietmar Schmidt mit den Entscheidungen der Unparteiischen haderte, verteidigten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung (22:19/42.). Als der BVB mit drei Treffern auf 27:22 (53.) erhöhte, war die Frankfurter Blamage perfekt. "Ich kann meinen Spielerinnen in kämpferischer Hinsicht keinen Vorwurf machen", konnte sich Schmidt nur über wenig freuen.

ProVital Blomberg musste sich hingegen mit einer Punkteteilung zufrieden geben, gegen Nürnberg stand es am Ende einer kampfbetonten Partie 19:19. Viele Fehler und reichlich Krampf waren über weite Strecken des Spiels Trumpf. Lange Zeit hatte Nürnberg die Oberhand, ehe vier Tore in Folge Blomberg mit 19:17 in Front brachten. Aber Nürnberg konnte noch einmal zulegen, die Treffer von Ania Rösler und Kerstin Wohlbold brachten dem Meister noch das Unentschieden. "Nach 50 Minuten hatten wir den Punkt eigentlich verloren. Dann haben wir das Glück erzwungen und zumindest einen Punkt noch gewonnen", konnte FCN-Trainer Csaba Szücs mit dem Resultat leben.

Während in der Liga nur zwei Spiele auf dem Programm standen, trat der Rest der Liga im Europacup an. Erfolgreich war dabei der Thüringer HC, der sein Achtelfinal-Hinspiel im Challenge-Cup gegen den griechischen Club Ionias Athen mit 26:25 gewinnen konnte. Die Mannschaft von Trainer Dago Leukefeld musste stark ersatzgeschwächt in Griechenland antreten, um so bemerkenswerter war der Auswärtssieg. "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben", freute sich Leukefeld, der zunächst viele Abstimmungsprobleme seiner neu formierten Mannschaft sehen musste. Erst als der THC die Fehler reduzieren konnte, gelang der Erfolg, der nun für das Rückspiel eine hervorragende Ausgangslage bietet.

Vorgelegt hat auch der VfL Oldenburg, der im Heimspiel gegen Randers HK aus Dänemark 28:27 siegte. "Ich bin sehr glücklich. Meine Mannschaft hat bedingungslos gekämpft, wir haben uns fantastisch verkauft", bewertete Leszek Krowicki den Sieg gegen die Mannschaft von Nina Wörz. Es war ein enges Spiel, in dem Oldenburg sich nie abschütteln ließ. Erst in der zweiten Halbzeit gelang den dänischen Gästen ein deutlicher Vorsprung, aber auch das 16:23 erschütterte den VfL nicht. Am Ende einer tollen Aufholjagd konnte Angie Geschke zum Siegtreffer vom Siebenmeterstrich treffen. "Im Rückspiel werden wir uns steigern müssen, sonst scheiden wir aus", sagte Jan Leslie, Trainer der Gäste.

Verloren hat hingegen der HC Leipzig sein Auswärtsspiel beim rumänischen Klub HCM Bai Mare. 23:27 hieß es am Ende für das krankheits- und verletzungsbedingt geschrumpfte Leipziger Team. Trotzdem hatte der HCL den besseren Start und trotzte auch der Kulisse, allerdings konnte Baia Mare ein 8:10 in ein 14:10 umwandeln. Im zweiten Durchgang kam Leipzig noch einmal zum Unentschieden heran, musste allerdings in den letzten zehn Minuten in Unterzahl noch die Treffer bis zum Endstand hinnehmen. "Unter diesen Bedingungen war das eine ordentliche Leistung. Noch ist alles offen, und wir werden alles geben, um weiter zu kommen", bilanzierte Manager Kay-Sven Hähner.

Erfolgreicher war Bayer Leverkusen. Im Hinspiel gegen Skopje konnte das Wolf-Team ein 31:21 erzielen. "Das war ein richtig geiles Spiel von meiner Mannschaft. Ich bin froh, dass sie sich so vollkommen an unsere taktische Marschroute gehalten hat", lobte Renate Wolf ihre Mannschaft, die gegen den mazedonischen Serienmeister, der zur Zeit in schweren finanziellen Problemen steckt, mit einem breit angelegten Spiel erfolgreich war. Nach dem 7:7 marschierte Leverkusen über 20:14 auf 24:17 davon und fuhr am Ende einen klaren Sieg ein. Allerdings warnte Renate Wolf vor dem Rückspiel in der bekannt hitzigen Atmosphäre in Skopje: "Das Ding ist noch nicht gelaufen."

(Christian Ciemalla)

 

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