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Neun Fragen an Sebastian Preiß (TBV Lemgo)

Der Mann hat am Sonntag Geburtstag. Doch gemeinsam mit seinen Teamkollegen vom TBV Lemgo könnte sich Sebastian Preiß schon tags zuvor das schönste Geschenk machen, wenn das Heimspiel gegen Aufsteiger Stralsunder HV gewonnen wird. Der noch 27-jährige Kreisläufer, der 2007 Weltmeister war und darüber hinaus schon Europacup-Erfolge und deutsche Meisterschaften feierte, plagt sich allerdings gegenwärtig mit den Folgen einer Grippe herum, die er sich bei der WM in Kroatien einfing. Dennoch fand er Zeit, über die WM und über die ehrgeizigen Ziele des TBV Lemgo zu sprechen.

Hat Sie der Bundesligaalltag nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft schon wieder eingeholt?
Preiß:
Bislang noch nicht wirklich. Ich bin zurzeit noch krank. Mich hatte eine Grippe niedergestreckt. Das ging schon unmittelbar nach dem Dänemark-Spiel los. Ich hatte Kopfweh und mir war richtig übel. Zwei Nächte habe ich gar nicht geschlafen. Gegenwärtig behandele ich die Sache mit Antibiotika.

Dann waren Sie noch gar nicht wieder im Mannschaftstraining?
Preiß:
Ich habe die Halle noch nicht von innen gesehen.

Dann hatten Sie viel Zeit, die Eindrücke der WM zu verarbeiten
Preiß:
Wenn man die ganze Zeit krank im Bett verbringt, dann kann man das nicht wirklich so nennen.

Ist Ihr Einsatz am Samstag im Ligaspiel gegen Stralsund gefährdet oder werden Sie dabei sein?
Preiß:
Ich fühle mich gegenwärtig zwar noch ein wenig schlapp, bin aber auf dem Weg der Besserung. Insofern hoffe ich, dass ich das bis Samstag wieder in den Griff bekomme und dabei sein kann.

Sie selbst sind mittlerweile eine feste Größe in der Nationalmannschaft. Sind Sie mit dem Ende der WM zufrieden?
Preiß:
Ich wäre schon sehr viel lieber ins Halbfinale gekommen. Allerdings ist der fünfte Platz auch eine Platzierung, mit der im Vorfeld der WM nicht unbedingt zu rechnen war.

Bleibt ein bitterer Nachgeschmack wegen der mindestens strittigen Schiedsrichterentscheidungen?
Preiß:
Darüber musste ich schon erst einmal ein paar Nächte schlafen, um das zu verdauen. Aber so etwas gibt uns nun noch mehr Ansporn für die kommenden Aufgaben. Wir haben, glaube ich, eine Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen können. Wir müssen ganz einfach auf uns vertrauen.

Jetzt gilt Ihre gesamte Konzentration wieder dem Verein. Abgesehen von der Niederlage in Melsungen am letzten Spieltag vor der Winterpause legte der TBV eine Hinrunde hin, die so nicht unbedingt zu erwarten war, oder?
Preiß:
Es waren die letzten beiden Spiele in Melsungen und in Gummersbach am Spieltag zuvor, die uns richtig weh getan haben. Bis dahin haben wir uns glänzend geschlagen. Die Mannschaft steckt mitten in einem Umbruch, da wir einige neue Spüieler zu integrieren haben. Aber offenbar hat es Trainer Markus Baur verstanden, das richtig gut hinzubekommen. Wir sind auf einem richtig guten Weg. Jetzt geht es am Samstag weiter und wir wollen eine Rückrunde spielen, die genauso gut wird wie die Hinrunde.

Was ist denn drin in dieser Saison?
Preiß:
Ob die Teilnahme an der Champions League dabei herausspringt, weiß ich nicht. Das wird sehr, sehr schwer. Aber unser junges Team muss ein solches Ziel auch nicht unbedingt ins Auge fassen. Wenn es so kommt, umso besser. Aber in erster Linie wollen wir uns weiterentwickeln. Deshalb schauen wir – auch wenn es eine Floskel ist – nur von Spiel zu Spiel.

Aber langfristig möchte der TBV doch zurück in die europäische Königsklasse.
Preiß:
Natürlich wollen wir bald wieder vorne angreifen. Deshalb haben wir den Umbruch ja vollzogen. Das darf auch ruhig schon in dieser Saison gelingen. Zudem haben wir auch noch im EHF-Cup die Chance, einen Titel zu gewinnen. Gelingt das und der Einzug in die Champions League, dann sprechen wir von einer richtig guten Saison.

(PM - HBL)

 

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